Wird ein Kosmetikgerät durch Verbraucher, Wettbewerber, Plattform oder Behörde als nicht registriertes Medizinprodukt beanstandet, reagieren Unternehmen oft mit Löschung, Umbenennung oder neuen Unterlagen. Änderungen ohne gesicherte Fakten erzeugen zusätzliche Widersprüche.
1. Sofort Beweise sichern
- Tatsächliches Grundgerät, Handstücke, Software und Verpackung.
- Chargen-, Einkaufs- und Versanddaten.
- Historische Anleitungen, Etiketten und Prüfberichte.
- Website, Shop, Videos, Livestreams und Schulungen.
- Händlermaterial und Kommunikation.
- Beschwerde, Plattformmitteilung oder Behördenpapier.
- Vorhandene Klassifizierungs- oder Registrierungsergebnisse.
2. Produktversion bestimmen
Modell, Produktionsdatum, Ausgang, Softwareversion und Kanal prüfen. Bewertungsmuster und Marktprodukt vergleichen. Ein Niedrigenergieergebnis für ein anderes Modell beantwortet keine Beanstandung eines stärkeren Geräts.
3. Fragen trennen
Es kann um Produktstatus, irreführende Werbung, widersprüchliche Anleitung, Sicherheit, Vollmacht oder Händlerverhalten gehen. Jede Frage braucht andere Beweise; ein Klassifizierungsdokument löst nicht alles.
4. Weitere Risiken kontrollieren
Neue riskante Aussagen und widersprüchliche Schulungen pausieren, Händler zur Beweissicherung und zum Stopp eigener Änderungen auffordern und jede vorläufige Maßnahme dokumentieren.
5. Schriftlichen Faktenbericht erstellen
- Produkt- und Versionszeitlinie.
- Realer Mechanismus und Ausgang.
- Abweichungen zwischen Antrag, Serie und Werbung.
- Vorhandene und fehlende Beweise.
- Risiko und Abhilfemaßnahmen.
- Punktweise Antwort auf die Mitteilung.
6. Dauerhafte Akten
Versionen, Screenshots, Schulungen, Freigaben und Korrekturen nach Datum archivieren. Quartalsprüfungen von SKU, Software und Kanälen unterstützen die Nachweisführung.
Beschwerden sind rechtlich und technisch komplex und sollten gemeinsam durch Regulatory-, Technik- und Rechtsexperten bearbeitet werden.