RF-Geräte nutzen Wärme häufig als wahrnehmbare Wirkung. Die Temperaturprüfung betrifft daher Sicherheit und die Beschreibung der Produktwirkung. Ein Versuch ohne Bezug zum realen Gerät und zur Anleitung hat wenig Wert.
1. Fragestellung festlegen
Zu prüfen sind normale Temperaturänderung, höchste Stufe und längste Dauer, langsame Bewegung oder Verweilen sowie Sensor und Abschaltung. Oberflächentemperatur allein kann Aussagen über tiefere Gewebewirkung nicht belegen.
2. Rückverfolgbare Bedingungen
- Seriennahes Gerät, Handstück, Software und Zubehör.
- Maximaler Ausgang und kritische Stufen.
- Vorgesehenes Kopplungsmittel und Körpergebiet.
- Umgebung, Starttemperatur und Messgerät.
- Geschwindigkeit, Druck, Zeit und Wiederholungen.
- Messpunkte, Abtastrate und Datenmethode.
3. Worst Case bestimmen
Worst Case ist die Kombination mit größter Erwärmung innerhalb zulässiger oder vorhersehbarer Nutzung, etwa höchste Stufe, kleine Kontaktfläche, langsame Bewegung, lange Zeit oder Wiederholung. Die Auswahl ist zu begründen.
4. Schutz getrennt prüfen
Eine Temperaturanzeige beweist keine Regelung. Sensorort, Reaktion, Schwelle, Toleranz, Leistungsreduktion, Abschaltung und Zustand bei Sensor-, Software- oder Kontaktfehler sind zu testen.
5. Bericht verknüpfen
Modell, Handstück, Stufe und Zeit müssen Anleitung und technischen Anforderungen entsprechen. Daten eines Handstücks dürfen nicht auf alle Modi übertragen werden.
Temperaturdaten sind nur ein Teil der RF-Bewertung; Gewebewirkung, Energie und Zweck bleiben entscheidend.